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	<title>vonblanckenburg.de* - Economist Weblog</title>
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	<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 08:48:16 +0000</pubDate>
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		<title>Top-Downloads</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 10:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korbinian von Blanckenburg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Info]]></category>

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		<description><![CDATA[Top-Downloads of Korbinian von Blanckenburg publications:

Blanckenburg/Geist (2010): &#8220;Detecting illegal activities: the case of cartels&#8220;, in: European Journal of Law and Economics, forthcoming.


Blanckenburg et al. (2010): &#8220;The Influence of Collusion on Price Changes: New Evidence from Major Cartel Cases&#8220;, German Institute for Economic Research (DIW Berlin), Discussion Papers, 1004, May 2010.


Blanckenburg/Geist (2009): &#8220;How can a Cartel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Top-Downloads of Korbinian von Blanckenburg publications:</strong></p>
<ul>
<li>Blanckenburg/Geist (2010): &#8220;<a href="http://www.springerlink.com/content/r572l452g6538060/">Detecting illegal activities: the case of cartels</a>&#8220;, in: <em>European Journal of Law and Economics</em>, forthcoming.</li>
</ul>
<ul>
<li>Blanckenburg et al. (2010): &#8220;<a href="http://ideas.repec.org/p/diw/diwwpp/dp1004.html" title="DIW Diskussion Paper" target="_blank">The Influence of Collusion on Price Changes: New Evidence from Major Cartel Cases</a>&#8220;, German Institute for Economic Research (DIW Berlin), <em>Discussion Papers</em>, 1004, May 2010.</li>
</ul>
<ul>
<li>Blanckenburg/Geist (2009): &#8220;<a href="http://www.springerlink.com/content/xrh578001038v157/" title="How can a cartel be detected?" target="_blank">How can a Cartel be detected? </a>&#8220;, in: <em>International Advances in Economic Research</em>, Vol. 15, Issue 4, 2009, 421-436.</li>
</ul>
<ul>
<li>Hadamitzky/Blanckenburg/Backhaus (2007): &#8220;<a href="http://ideas.repec.org/a/bla/perwir/v8y2007i3p256-278.html" target="_blank">Die Bereitstellung von<br />
öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkprogrammen: Eine Analyse auf<br />
Basis der Kollektivgütertheorie</a>&#8220;, in: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Bd. 8, Heft 3, 08/2007, 256-278.</li>
</ul>
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		<title>Dissertation</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 09:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korbinian von Blanckenburg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Info]]></category>

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		<description><![CDATA[

 
Entwicklung und Anwendung von ökonometrischen Testverfahren zur Koordinationsmängeldiagnose
Auf Märkten kann es aufgrund einer mangelhaften Abstimmung des Verhaltens von Nachfragern und Anbietern zu Koordinationsmängeln kommen, die sich z.B. in dauerhaften Überkapazitäten oder Fortschrittsrückständen äußern. Solche Mängel lassen sich mit Hilfe des Koordinationsmängel-Diagnosekonzepts (KMD-Konzept) identifizieren und im Wege vom Parallelgruppentests, Zwillingsmarktvergleichen oder Periodenvergleichen auf fehlerhaft gestaltete wirtschaftspolitische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.verlagdrkovac.de/3-8300-4579-4.htm" title="Diss-Umschlag: Dr. Korbinian von Blanckenburg" target="_blank"></a></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.amazon.de/Entwicklung-Anwendung-%C3%B6konometrischen-Testverfahren-Koordinationsm%C3%A4ngeldiagnose/dp/3830045794/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1278060610&amp;sr=8-1" title="Diss-Umschlag: Dr. Korbinian von Blanckenburg" target="_blank"><img src="http://www.vonblanckenburg.de/wp-content/2009/09/4579.gif" alt="Diss-Umschlag Dr. Korbinian von Blanckenburg" /></a></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.verlagdrkovac.de/3-8300-4579-4.htm" title="Diss-Umschlag: Dr. Korbinian von Blanckenburg" target="_blank"> </a></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Entwicklung-Anwendung-%C3%B6konometrischen-Testverfahren-Koordinationsm%C3%A4ngeldiagnose/dp/3830045794/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1278060610&amp;sr=8-1" target="_blank"><strong>Entwicklung und Anwendung von ökonometrischen Testverfahren zur Koordinationsmängeldiagnose</strong></a></p>
<p>Auf Märkten kann es aufgrund einer mangelhaften Abstimmung des Verhaltens von Nachfragern und Anbietern zu Koordinationsmängeln kommen, die sich z.B. in dauerhaften Überkapazitäten oder Fortschrittsrückständen äußern. Solche Mängel lassen sich mit Hilfe des Koordinationsmängel-Diagnosekonzepts (KMD-Konzept) identifizieren und im Wege vom Parallelgruppentests, Zwillingsmarktvergleichen oder Periodenvergleichen auf fehlerhaft gestaltete wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen zurückführen. Das KMD-Konzept behandelt Marktprozesse als Regelkreise, die aufgrund einer negativen Rückkopplung bestimmte Sollwerte stabilisieren. Wie groß diese einschlägigen Rückkopplungsparameter sind, konnte bisher nicht gemessen werden, sondern musste aus dem Bild der Zeitreihen der Regelgrößen erschlossen werden. Im Rahmen der Dissertation wird nun ein Verfahren entwickelt, das eine direkte Messung der Rückkopplungsparameter mit Hilfe ökonometrischer Methoden gestattet. Anschließend erfolgt die Einbettung in ein Gesamt-Testverfahren zur Beurteilung der Selbstregulierungsqualität eines Marktprozesses. Wie gut diese Verfahren arbeiteten, wird in simulierten Marktprozessen getestet. Außerdem wird das Verfahren auf drei reale Beispielmärkte angewandt.</p>
<p><strong>Bedeutung im Forschungsgebiet</strong></p>
<p>Das entwickelte Testverfahren erleichtert die Entdeckung und Beseitigung von Koordinationsmängeln. So kann zum Beispiel ein Markscreening auf versteckte Kartelle* verbessert werden, was für die Wettbewerbspolitik bedeutsam ist. Außerdem lassen sich wirtschaftspolitische Maßnahmen (z.B. Deregulierungs- oder Privatisierungsmaßnahmen) und kontroverse industriepolitische Hypothesen besser überprüfen.</p>
<p>__________</p>
<p>*Blanckenburg, K.v. and Geist, A.: &#8220;How can a Cartel be detected?&#8221;, in: International Advances in Economic Research, (forthcoming, November 2009).</p>
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		<title>Exkurs zur Familiengeschichte</title>
		<link>http://www.vonblanckenburg.de/?p=22</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jun 2008 13:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korbinian von Blanckenburg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Info]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Blanckenburgs tauchen schon im Gefolge Lothars III (Lothar von Supplinburg Kaiser Lothar von Sachsen, 1125-1137) auf. Sie waren als Dienstmannen (Ministeriale) in Lothars engerem Herrschaftsberecih eingesetzt werden &#8220;standesrechtlich deutlich von dem am gleichen Ort sitzenden Grafengeschlecht unterschieden&#8221; (Jordan S.125).
Der Enkel Lothars, Heinrich der Löwe, hatte in der Führungsschicht der Minesterialen u.a. die Blanckenburgs, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Blanckenburgs tauchen schon im Gefolge Lothars III (Lothar von Supplinburg Kaiser Lothar von Sachsen, 1125-1137) auf. Sie waren als Dienstmannen (Ministeriale) in Lothars engerem Herrschaftsberecih eingesetzt werden &#8220;standesrechtlich deutlich von dem am gleichen Ort sitzenden Grafengeschlecht unterschieden&#8221; (Jordan S.125).</p>
<p>Der Enkel Lothars, Heinrich der Löwe, hatte in der Führungsschicht der Minesterialen u.a. die Blanckenburgs, die an Ansehen und Wohlstand sogar gelegentlich edelfreie Geschlechter übertrafen. Der bekannteste von ihnen war Jordan I, der 1161 erstmals bezeugt ist. Im Jahre 1162 war er bereits &#8220;dapifer&#8221; (Truchseß); damit oblag ihm die oberste Leitung der herzöglichen Hofhaltung bei Heinrich dem Löwen. Jordan hielt diesem auch nach seinem Sturz (1180) die Treue; er hatte sein Amt noch unter Heinrich des Löwen Sohn, Pfalzgraf Heinrich, inne.</p>
<p>Er war wichtigster Berater des Herzogs und sein ständiger Reisebegleiter. So begleitete Jordan, zusammen mit seinem Bruder Jusarius, den Herzog auf seiner Pilgerfahrt nach Jerusalem 1172. Berichtet wird, daß Heinrich der Löwe bei seiner Fahrt auf der Donau Schiffbruch erlitt und Jordan sich schwimmend ans Land rettet.</p>
<p>Ein Chronist nennt ihn einen reichen Mann. Als er 1190 in Kriegsgefangenschaft geriet, betrug das für ihn bezahlte Lösegeld 500 Mark Silber, während das Lösegeld für den Grafen Schwerin nur 300 Mark betrug.</p>
<p>War Heinrich dem Löwen Überheblichkeit nicht fremd, so kann man das gleiche von Jordan sagen. Als Barbarossa sich 1176 am Comer See mit Heinrich dem Löwen traf, dieser ihm die Waffenhilfe verweigerte und die Stadt Goslar forderte, tat Barbarossa vor Heinrich dem Löwen ein Fussfall. Dieser hob Barbarossa nicht auf, und Jordan sagte:</p>
<p>&#8220;Lasst Herr, die Krone des Reiches zu euren Füßen liegen, eines Tages wird sie auf euer Haupt kommen.&#8221;</p>
<p>Im Jahre 1182 ging Jordan mit Heinrich dem Löwen in die Verbannung nach England und blieb die ganze Zeit mit ihm dort. Wie der Göttinger Historiker Percy Erst Schramm Mitgliedern unserer Familie gegenüber öfter erwähnte, lässt sich Jordans Spur in England anhand einer Vielzahl zu Lasten der herzöglichen Hofhaltung ausgestellten Rechnungen für den Bezug von Getränken verfolgen.</p>
<p>Eine Aufklärung dieses Verhältnisses ist schwierig, zumal beide Familien in Blankenburg/Harz bezeugt werden. So heisst es bei Leuckfeld:</p>
<p>&#8220;Es sind aber diese Graffen von Blanckenburg wohl zu unterscheiden von denen Edelleuten dieses Nahmens, welche gleichfalls sich von Blanckenburg geschrieben, und in ihrem alten Adelichen Geschlechte noch florieren sollen; ob diese Edeleute ihren ersten Ursprung von denen Blanckenburgischen Grafen hergenommen, auch auff den alten Ritter-Sitze in Lütchen-Blanckenburg, so bey. Halberstadt an dem Schloße Hartingau vormahls gelegen, und die Gegend davon noch das Lütche Blnnt wird, residiret haben, wäre genauer zu untersuchen, zum wenigsten hat dieser ihr geführtes Geschlechtswappen nicht die geringste Gleichheit mit dem Gräflichen, den dieses besteht aus einem schwartzen einfachen Hirsch- Geweihe, in einem silbern Felde, jenes aber, hat in dem Schilde einen auffsteigenden Steinbock, und auff dem Helme, einen in die Brust beissenden Pelican. Und wird insonderheit von dieser Adelichen Familie in denen alten Zeiten gedacht Anno von Blanckenburg welcher Anno 1197 und 1203 als ein Hoffs Cavallier sich bey Hertzog Heinrichen von Sachsen und Pfaltz-Grafen beym Rhein, Herrn Heinrich des Löwen Sohne auffgehalten hat. Und noch zuvor nemlich 1173. Jordanus und Cunemannus von Blanckenburg, welche als Hoff-Cavalliers von Käyser Friedrichen I. in seinem dem Closter Michelstein in Franckfurth gegebenen Privilegio angeführt werden. 1243. Balduin von Blanckenburg, anderer vorietzo zu geschweigen, die sonst in mehrerer Anzahl angeführet werden könnten.&#8221;</p>
<p>Feststeht, dass Kaiser Lothar im Harzgebiet neue Grafenschaften errichtet hat und die Herren von Blanckenburg als seine Untergrafen in einem Teil des großen Harzgaues eingesetzt hat. Man könnte daher vermuten, dass ein Teil der Familie in den Grafenstand erhoben wurde, während der andere im Dienstmannenstatus verblieb. Während das gräfliche Wappen ein Hirschgeweih zeigte, soll Jordanus einen steigenden Hirsch, bedeckt mit einer mit Zackenmuster versehenen Turnierdekce, gehabt haben (Seyler).</p>
<p>Ungeklärt bleibt, woher das jetzige Familienwappen mit Bock und Pelikan kommt, das schon 1708 von Leuchfeldt beschrieben wird. Zu vermuten ist, dass die von Blanckenburgs, vielleicht nach ihrer Übersiedlung nach Pommern, ein neues Wappen erhalten haben.</p>
<p>Im genealogischen Handbuch des Adels (Gotha) wird als erster pommerscher Blanckenburg Anselmus de Blanckenburg 1269 urkundlich erwähnt, und zwar in einer Urkunde der Kollegialkirche in Stettin.</p>
<p>Anselmus besaß in Pyritz (ca.50 km von Stettin entfernt) um 1250 einen Hof. Ob es sich um friedliche Landwirtschaft gehandelt hat, die er dort trieb, ist zweifelhaft; denn in der Gegend hielt sich noch lange die Sage vom Raubritter Blanckenburg:</p>
<p>In Pyritz erhält sich die Sage, daß ein Raubritter Blanckenburg, der ein festes Schloß zu Zarnow gehabt haben soll, wovon die Ruinen noch sichtbar sind, sein Wesen in der Umgegend und der Pyritzer Stadtheide getrieben, und man zeigt in der Satdtheide noch eine grabenartige Vertiefung, die man Blanckenburgs Graben nennt, der mit dem Zarnower See in Verbindung gestanden haben soll.</p>
<p>Der Herzog Wratislaw sowie der Magistrat der Stadt versprachen demjenigen, welcher den Raubritter lebens oder tot dem Gerichte überliefere, mit besonderen Rechten und Wohltaten zu belohnen.</p>
<p>Ein Böttcher aus Pyritz traf mit dem Raubritter zusammen und warf demselben mit seinem Böttcherbeil so hart vor die Stirn, daß er tot zur Erde fiel. Der Böttcher erwirkte eine Urkunde, nach welcher die Böttcher auf ewige Zeiten ihre Bandstöcke aus der Stadtheide unentgeltlich holen und aus dem sogenannten Hausholz ihren Anteil aussuchen dürfen, um es als Stabholz nutzen zu können&#8230; (Pommersche Zeitung)</p>
<p>Anselmus soll (Berghaus) in jungen Jahren aus seiner Stammheimat am Harz nach Pommern eingewandert sein und dort seit 1243 urkundlich erscheinen. 1257 soll ihn dort sein Bruder Jordanus, Domherr in Hildesheim, besucht haben; dieser erscheint in diesem Jahr in einer Urkunde des Bischofs Hermann von Kamin, ist aber 1260 bereits wieder in Hildesheim zu finden. Es muß sich hier um Jordan II. handeln; denn Jordan I. ist bereits 1221 verstorben.</p>
<p>Als Pyritz 1263 Stadtrechte erhalten hatte und aufzublühen begann, verkauften Anselms Erben, Thidemannus, Johannes und Baldewin, den Hof an das Kloster. Der im Jahre 1279 getätigte Kauf wird von Herzog Bogislaw IV urkundlich bestätigt. Die Erben zogn in das eine Meile westlich von Pyritz gelegene Groß Zarnow (Pommersche Zeitung). Der Grund für den Verkauf mag (Zitat Berghaus) in der Aufhebung der herzoglichen Burg gelegen haben, infolge derer die Burglehen der ehemalign Burgmannen zwecklos geworden waren.</p>
<p>Nach anderen Quellen (Genealogisches Tagebuch 1903) besaß die Familie ein &#8220;gleichnamiges Stammhaus&#8221; im Kreis Prenzlau; ihr erstes urkundliches Erscheinen mit Anselm de Blankenborch wird auf 1253 datiert.</p>
<p>Die Blanckenburgs haben sich frühzeitig in drei Stämme geteilt; wir gehören zu Stamm B, als deren Urvater Richard um 1450 im Genealogischen Tagebuch erwähnt wird. Ausgehend von der Genealogie des Stammes C (s. unten) müssten die drei Stämme sich um 1420- 1430 gebildet haben; jedenfalls hat der gemeinsame Grossvater von Jürgen (Stamm B) und Hans (Stamm C) um diese Zeit gelebt.</p>
<p>Die Vorfahren waren Gutsbesitzer oder – teils auch daneben – Geistliche oder Kirchenbedienstete, z B.</p>
<p>- Johannes I. als Praepositus ecclesiae, Canonicus in Cammin 1263</p>
<p>- Johannes II. Laurentius, 1432 Canonicus in Cammin, 1446 Scholasticus</p>
<p>- Heinrich als bischhöflicher Schloßhauptmann 1492 in Körlin</p>
<p>- Henning Anselm als Prälat des Domstifts Cammin 1750.<br />
Stamm A</p>
<p>Er beginnt mit &#8220;Alter Hasso&#8221; in Moitzelin. Familiendaten sind seit Dinnies (1543 bis 1579) teilweise überliefert. Der Stamm tritt in zwei Linien auf, von denen die erste (poln.-schlesische) Mitte des 19. Jh erloschen ist. Die zweite (pommersch/thüringische) Linie führt mit Werner Venz (1880) nach Hamburg.</p>
<p>Stamm B</p>
<p>Er hat folgende Stammreihe:</p>
<p>Richard, um 1450, Herr auf Rogzow, Leppin, Blauentin, Petershagen und Moitzelfitz</p>
<p>Jürgen, 1471, Herr auf Petershagen, Schlenzig und Blauentin</p>
<p>Ewald, 1551, gest. 1564, Herr auf Petershagen, Schlenzig und Blauentin</p>
<p>Ewald, 1565, 1572, 1605, Herr auf Petershagen</p>
<p>Tessen, 1632, gest. 1649, Herr auf Schlenzig</p>
<p>Henning Anselm, 1655, gest. vor Mai 1693, verh. Mit Eva Magarete von Podewils; 1694 Wwe.</p>
<p>Georg Heinrich, 1687 – vor 1738, Herr auf Petershagen, Moitzelfitz und Schlenzig</p>
<p>Von da an teilt sich die Familie in drei Linien der Söhne Heinrichs:</p>
<p>I.Linie:</p>
<p>Georg Heinrich II. (1717 . 1779); Mitte des 19. Jh. Erloschen</p>
<p>II. Linie:</p>
<p>Henning Anselm (1720 – ca. 1775), Herr auf Rogzow und Leppin, Prälat von Cammin, Kgl. Preuß. Lt. a.D., verh. m. &#8230;von Blanckenburg (?);</p>
<p>Henning Dionys Ludwig (1764 – 1813), Herr auf Zimmerhausen, Cardemin, Leppin, Rogzow und Polzin, Kgl. Preuß Lt. a.D., verh. m. 1. Friederike von Zastrow,2. 1801 m. Johanne Christiane</p>
<p>Wilhelmine von Mellin. Sohn 1. Ehe:</p>
<p>Eduard Georg Anselm (1789 – 1872), Herr auf Zimmerhausen und Cardemin, verh. m. Johanne Wilhelmine von Franckenberg.</p>
<p>Sohn:</p>
<p>Henning Karl Moritz (1815 – 1888), Herr auf Zimmerhausen und Cardemin, Kgl. Preuß. WGRat und Gen.- Landschaftsdirektor usw.</p>
<p>III. Linie:</p>
<p>Peter Ludwig (1728 – 1798); im 19. Jh. Erloschen.</p>
<p>Stamm C</p>
<p>Er beginnt mit Hans, 1471, Herr auf Karkow, etter von Jürgen (1471, s. Stamm B). Die Familie saß zunächst auf Karkow (bis ca. 1804), dann auf Strachmin, das (lt. Berghaus) Venz Wilhelm von Blanckenburg 1794 erworben hatte. Dieser erwarb 1805 Strippow hinzu. In 2. Ehe heiratete er 1810 Modeste von Kameke. Sein Enkel Gustav (1838 – 1908) heiratete 1866 Eugenie von Arnim</p>
<p><em>Quelle:</em> Anselm von Blanckenburg, Zur Familiengeschichte der Familie von Blanckenburg</p>
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		<item>
		<title>Nutzenfunktion im Alltag</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 19:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Geist</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Info]]></category>

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		<description><![CDATA[Hinweis: Der vorliegende Beitrag baut auf dem Blog „Döner in der Nacht – eine ökonomische Analyse“ auf. Für das tiefere Verständnis empfiehlt es sich, diesen vorher zu lesen.   
Das Beispiel mit dem „Döner in der Nacht“ hat mich dazu motiviert, ein paar grundsätzliche Überlegungen zu Konsumentenentscheidungen anzustellen. Zunächst einmal muss man sich klarmachen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><em>Hinweis: Der vorliegende Beitrag baut auf dem Blog „Döner in der Nacht – eine ökonomische Analyse“ auf.<span> </span>Für das tiefere Verständnis empfiehlt es sich, diesen vorher zu lesen.<span>   </span><o:p></o:p></em></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Das Beispiel mit dem „Döner in der Nacht“ hat mich dazu motiviert, ein paar grundsätzliche Überlegungen zu Konsumentenentscheidungen anzustellen. Zunächst einmal muss man sich klarmachen, dass jeder Mensch im Falle mehrerer Alternativen ex-ante stets seine subjektiv beste auswählt. Nachdem ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist (ex-post), wird ihm manchmal klar, dass er sich evtl. falsch, also nicht nutzenoptimal, verhalten hat, aber ex-ante wählt kein Mensch freiwillig eine relativ schlechte Alternative aus. Selbst Menschen, die sich beispielsweise selbst freiwillig körperliche Schmerzen zuführen, handeln ex-ante nutzenmaximierend, da ihre zweitbeste Alternative „Ertragen der psychischen Schmerzen“ – zumindest laut herrschender Meinung der Psychologen – sie noch stärker belastet als die körperlichen Schmerzen, durch die sie die psychischen Schmerzen für eine kurze Zeit überdecken wollen. Diese Annahme aufgreifend wollen wir uns nun dem etwas weniger dramatischen Thema zuwenden – der Entscheidung der Konsumenten auf dem Dönermarkt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Die Nutzenabwägung des Döner-Konsumenten kann folgendermaßen – zugegeben stark vereinfacht – formalisiert werden:</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">NG = N<sup>D</sup>(Q<sup>D</sup>) – P<sup>D</sup>– K<sup>W</sup>– K<sup>Z</sup>, mit</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify">NG: <span>              </span>                          Nutzengewinn</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify"><span style="font-size: 6pt"><o:p> </o:p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 63pt; text-align: justify; text-indent: -63pt">N<sup>D</sup>(Q<sup>D</sup>):<span>  </span><span>      </span>    Nutzen aus dem Verzehr des Döners, der in erster Linie von der Qualität des Döners Q<sup>D</sup> abhängt, wobei wir unter Q<sup>D </sup>nicht nur den Geschmack, sondern auch die Größe und die Freundlichkeit des Personals verstehen</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 63pt; text-align: justify; text-indent: -63pt"><span style="font-size: 6pt"><o:p> </o:p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 63pt; text-align: justify; text-indent: -63pt">P<sup>D</sup>: <span>               </span>               Preis des Döners</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 63pt; text-align: justify; text-indent: -63pt"><span style="font-size: 6pt"><o:p> </o:p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 63pt; text-align: justify; text-indent: -63pt">K<sup>W</sup>: <span>              </span>                        Wegekosten zum Dönerladen, worunter bei einem reinen Fußweg die körperlichen Anstrengungen des Wegs zu zählen sind</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 63pt; text-align: justify; text-indent: -63pt"><span style="font-size: 6pt"><o:p> </o:p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left: 63pt; text-align: justify; text-indent: -63pt">K<sup>Z</sup>:<span>  </span><span>              </span>                Zeitopportunitätskosten (oder anders ausgedrückt: Nutzenverzicht, der dadurch entsteht, dass man z.B. 20 Minuten später ins Bett kommt, weil man den Weg zum Dönerladen auf sich genommen hat)</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><o:p> </o:p>Der Döner-Konsument entscheidet sich also für den Dönerladen, der ihm einen höheren Nutzengewinn stiftet. Sobald also die Qualität Q und der Preis P bei beiden Läden identisch sind, geht aus der Formel klar hervor, dass die Wegekosten K<sup>W</sup> und die Zeitopportunitätskosten K<sup>Z</sup> die Entscheidung determinieren. Bei dieser Abwägung ist der neue Laden, der sowohl einen geringeren Weg als auch eine schnellere Abfertigung anbieten kann, klar im Vorteil. In diesem Fall ist die Entscheidung des Konsumenten eindeutig:</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><o:p> </o:p>NG<sub>neuer Laden </sub>&gt; NG<sub>alter Laden </sub><span style="font-family: Wingdings"><span>=&gt; </span></span>Wechsele zum neuen Laden</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><o:p> </o:p>Dass die Lage nicht allein entscheidend sein kann, wird dann klar, wenn man sich die gleiche Entscheidung vorstellt bei einem Dönerpreis im neuen Laden von z.B. 10€ und im alten von nur 3€. Nur die wenigsten von uns würden sich dann immer noch für den neuen Laden entscheiden.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><o:p></o:p>Warum man trotzdem die Einschätzung vertreten kann, dass die Lage auf dem Dönermarkt entscheidend ist, kann daran festgemacht werden, dass die Preise und die Qualität relativ vergleichbar sind. Der Dönerpreis weicht meist nicht stark von der Range 2€-3€ ab. Da ist kaum jemand bereit einen längeren Weg und damit ein späteres Einschlummern in Kauf zu nehmen. Es sei denn in die Nutzenabwägung fließen noch andere Faktoren wie z.B. Nostalgie, Gewohnheit, das Bedürfnis dem eigenen Stammladen die Treue zu halten oder das Bedürfnis, sich bewusst gegen Marktkräfte zu widersetzen usw. Diese und andere Faktoren können die Nutzenabwägung beeinflussen. Kerstin (Kommentar 1, Blog 1) hat z.B. eine sehr ausgeprägte soziale Ader. Bei ihr überwiegt der Nutzen, den sie daraus zieht, dass sie ihrem Stammladen die Treue hält, den Nutzen, den sie aus der Zeitverkürzung und Wegersparnis ziehen würde. Deshalb plädiert sie dafür, bei dem alten Dönerladen zu bleiben.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><o:p></o:p>Jeder Mensch ist einzigartig und besitzt eine individuelle Nutzenfunktion, d.h. nichts anderes, als dass jeder Mensch unterschiedliche Faktoren mit unterschiedlichen Gewichtungen in seiner Nutzenabwägung berücksichtigt. Besonders soziale Menschen wie Kerstin oder Mutter Theresa ziehen einen höheren Nutzen daraus, dass sie anderen Menschen helfen. Andere Menschen maximieren ihren Nutzen, in dem sie anderen weh tun. Doch was uns alle verbindet ist das ausnahmslose Streben nach Profit. Obwohl alle Menschen egoistisch handeln, sind soziale Menschen „bessere“ Menschen und zwar in dem Sinne, dass ihre Handlungen den Nutzen anderer Menschen positiv beeinflussen, während sich Handlungen weniger sozialer Menschen neutral oder gar negativ auf den Nutzen anderer Menschen auswirken. Zu kritisieren wäre ein Mensch also nicht aufgrund dessen, dass er egoistisch handelt, denn das tut jeder von uns, sondern aufgrund seiner Nutzenfunktion.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%"><o:p></o:p></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Was lernen wir daraus: Um einen Menschen und seine Entscheidungen zu verstehen, müssen wir mehr über seine Nutzenfunktion erfahren. Und seien Sie sicher, Sie haben auch eine!</p>
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		<title>Economist Video Weblog</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 08:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korbinian von Blanckenburg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Info]]></category>

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		<title>Ist eine Exklusivlizenz der Deutschen Post AG gerechtfertigt?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 12:38:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Geist</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Economist Weblog Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Universaldienst im Briefverkehr wurde bisher durch die Vergabe der Exklusivlizenz an die Deutsche Post AG und die damit verbundene Quersubventionierung von profitablen zu defizitären Briefdiensten finanziert. Vor dem Hintergrund der Abschaffung des Briefmonopols zum 01.01.2008 stellt sich die Frage nach der ökonomischen Legitimation der bisherigen Finanzierung und einer optimalen Lösung. Ob das Ziel der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Universaldienst im Briefverkehr wurde bisher durch die Vergabe der Exklusivlizenz an die Deutsche Post AG und die damit verbundene Quersubventionierung von profitablen zu defizitären Briefdiensten finanziert. Vor dem Hintergrund der Abschaffung des Briefmonopols zum 01.01.2008 stellt sich die Frage nach der ökonomischen Legitimation der bisherigen Finanzierung und einer optimalen Lösung. Ob das Ziel der flächendeckenden Versorgung unter erschwinglichen Preisen legitimierbar ist und ein Marktversagen auf dem Briefmarkt staatliches Eingreifen erfordert, ist fraglich. Weiterhin ist anzuzweifeln, dass das Instrument der Exklusivlizenz auch das beste, im Sinne von effizient, ist.</strong></p>
<p>Um möglichst sicher zu stellen, dass politische Entscheidungen nicht im Wege des Rent-seekings von einzelnen Interessengruppen missbraucht werden, soll ein Maßnahmenziel nur dann als ein Gemeinwohlziel klassifiziert werden, wenn sich die Bürger dafür auch bei schiedsrichterlicher Unabhängigkeit und unter dem so genannten „Schleier des Nichtwissens“ entscheiden würden (vgl. Grossekettler, S. 627 f.). Dieser „Schleier des Nichtwissens“ impliziert die Unkenntnis über die eigene Position in der Gesellschaft (vgl. Rawls 1979, S. 159). Ein funktionsfähiger Briefdienst spielt als Kommunikationsform für die Teilnahme der Bürger am wirtschaftlichen und sozialen Geschehen, aber auch als Infrastruktureinrichtung für die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen eine bedeutende Rolle (vgl. Müller 1997, S. 160 ff.). Zudem wurden für das Versenden von Briefen sehr niedrige Preis- und Einkommenselastizitäten ermittelt, woraus eine hohe Bedürfnisdringlichkeit der Briefdienste abgeleitet werden kann. Es ist also nicht ausgeschlossen und entspricht auch der herrschenden öffentlichen und politischen Meinung, dass die Bürger gerade bei Unkenntnis ihrer gesellschaftlichen Stellung eine Zugangsgewährung für alle Bürger zu einem erschwinglichen Preis als ein Gemeinwohlziel akzeptieren würden.</p>
<p width="100%" height="10px" alt="weiter..." title="weiter..." name="mce_plugin_wordpress_more">&#8220;&gt;Dies impliziert jedoch nicht, dass der Staat automatisch zum Eingriff legitimiert wäre (vgl. Blankart 2002, S. 32). Staatliches Eingreifen wäre nur dann gerechtfertigt, wenn (1) das System der Märkte das Ziel nicht realisieren kann und gleichzeitig (2) der Staat über ein effektives, erforderliches und verhältnismäßiges Instrument verfügt.</p>
<p>Zunächst gilt es also zu prüfen, ob der Markt das Ziel realisieren kann bzw. ob ein Marktversagen vorliegt. Als Ursache für ein Marktversagen auf dem Briefdienstmarkt kommen insbesondere Unteilbarkeiten in Betracht. Unteilbarkeiten liegen dann vor, wenn Kapazitäten nicht beliebig variiert werden können. Dies hat oft zur Folge, dass eine Ausweitung der Outputmenge zu sinkenden Durchschnittskosten führt und somit es billiger wäre, wenn nur ein Anbieter den Markt versorgt, als wenn es mehrere tun. Es liegt somit ein natürliches Monopol vor. Natürlich auch deshalb, weil selbst bei zunächst herrschendem Wettbewerb auf dem Markt derjenige Anbieter mit der größten Outputmenge und somit den geringsten Durchschnittskosten die Wettbewerber kontinuierlich vom Markt verdrängen würde.</p>
<p>Betrachten wir nun den Briefmarkt. Die Wertschöpfungskette der Briefbeförderung kann sehr vereinfacht in vier Stufen gegliedert werden und zwar in Einsammlung, Sortierung (Ein- und Abgangssortierung), Transport und Zustellung. Da die Zustellung den höchsten Kostenanteil beansprucht (vgl. Dogson/Rodriguez et al. 2004, Tab 5.7, S. 72) und darüber hinaus gerade auf dieser Stufe stetig sinkende Durchschnittskosten vermutet werden dürfen (vgl. Kruse 2005, S. 18 f.), soll im vorliegenden Beitrag insbesondere diese Wertschöpfungsstufe einer näheren Betrachtung unterzogen werden.</p>
<p>Zur Veranschaulichung der Analyse ist es zunächst sinnvoll, den gesamten Zustellmarkt in kleinere Zustellbezirke zu unterteilen. Ein einzelner Zustellbezirk ist dann durch folgende Kostenstruktur gekennzeichnet:</p>
<p>(1) Den Hauptkostenanteil stellen die Kosten für die Briefträger, die täglich eine bestimmte Route bedienen, dar. Diese weisen einen Fixkostencharakter auf, da sie unabhängig von der Anzahl der zugestellten Briefe anfallen.</p>
<p>(2) Die Grenzkosten einer zusätzlichen Briefzustellung sind vernachlässigbar gering. Ob der Briefträger z.B. in einem Hochhaus einen oder zwanzig Briefe auf die Postkästen verteilt, dürfte aus der Gesamtkostenperspektive kaum eine Rolle spielen.</p>
<p>Hieraus kann gefolgert werden, dass im nachfragerelevanten Bereich fallende Durchschnittskosten und somit Subadditivitäten vorliegen. Es ist somit gesamtwirtschaftlich billiger, wenn ein Anbieter einen Zustellbezirk bedient als wenn es mehrere tun. Bei der Zustellung liegt somit der Fall eines natürlichen Monopols vor.</p>
<p>Bisher wurde nur der Bereich der Zustellung betrachtet. Bei den restlichen Stufen können bis auf die Einsammlung im ländlichen Gebiet keine bis geringe Subadditivität vermutet werden (vgl. Kruse 2005, S. 33, PNZ-23-35), weshalb anzunehmen ist, dass auf den meisten Märkten bis auf die Zustellung Wettbewerb bestehen würde (vgl. ebenda, S. 48). Es ist nicht ersichtlich, warum z.B. bei der Einsammlung der Briefe Warenhäuser oder gar Kioske der Post Nachfrage nicht wegkonkurrieren könnten. Jedoch muss ein Neuanbieter – möchte er denn in dem Markt eintreten – auch die Zustellung übernehmen, bei der, wie bereits festgestellt, ein natürliches Monopol vorliegt. Hinsichtlich der Komplettlösung der Briefbeförderung kann die Zustellung somit als monopolistisches Bottleneck interpretiert werden.</p>
<p>Der Monopolist würde somit in der Lage sein, die Nachfrager durch überhöhte Preise auszubeuten. Darüber hinaus müsste man annehmen, dass die bisher unprofitablen Briefdienste (in etwa die Zustellung auf dem Land) gar nicht oder nur zu überhöhten Preisen erbracht werden würden.</p>
<p>Es ist also sinnvoll anzunehmen, dass die reine Marktlösung die Realisation des Gemeinwohlziels der flächendeckenden Versorgung und der Erschwinglichkeit der Preise im Briefverkehr nicht gewährleisten kann. Die erste Bedingung für einen staatlichen Eingriff ist somit erfüllt.</p>
<p>Für die Legitimation der Exklusivlizenz muss weiterhin geprüft werden, ob dieses Mittel auch ein effizientes Mittel darstellt. Dazu ist das gewählte Instrument hinsichtlich seiner Effektivität, also ob es überhaupt geeignet ist, das Ziel zu erreichen, seiner Erforderlichkeit, ob es dasjenige ist, das das Zielniveau mit den niedrigsten Kosten erreicht, und abschließend seiner Verhältnismäßigkeit, also ob der Nutzen der Zielrealisation in einem angemessenen Verhältnis zu den erforderlichen Kosten steht, zu prüfen (vgl. zu diesem Abschnitt Grossekettler 2003, S. 629).</p>
<p>Die Exklusivlizenz geht mit der Verpflichtung Universaldienstleistungen durchzuführen einher, weshalb das Niveau der flächendeckenden Versorgung in dem Vertrag festgeschrieben werden kann. Auch die Erschwinglichkeit vom Preisniveau kann in Verträgen festgehalten werden, nötigenfalls muss eine Ausgleichszahlung an das Postunternehmen fließen. Die Exklusivlizenz ist somit effektiv. Bei der Exklusivlizenz wird aber aufgrund der Monopolstellung der Deutschen Post AG der Wettbewerb in Gänze ausgehebelt. Dieses führt insbesondere zu hohen Kosten, die nicht erforderlich sind. Es lässt sich vermuten, dass ein anderes Instrument in puncto Kosteneffizienz besser geeignet ist. Welches könnte dieses sein?</p>
<p>Quellen:</p>
<p class="MsoBodyTextIndent" style="text-align: justify">Dodgson, J./Rodriguez, J.M./Van der Veer J.P/Gibson, S./Hernandez, J./Veronese, B. (2004): Economics of Postal Services – A Report to the European Commission DG-Markt, London, Online im Internet: http://ec.europa.eu/internal_market/post/doc/studies/2004-nera-final-postal-report_en.pdf [Stand: 28.11.2007]</p>
<p>Grossekettler, H. (2003): Öffentliche Finanzen, in: Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Band 1, 8. Aufl., München, S. 561-717</p>
<p>Kruse, J./Liebe, A (2005): Netzzugang und Wettbewerb bei Briefdiensten, Hamburg</p>
<p>Müller, K. (1997), Die Postdienste aus der Sicht der Institutionenökonomik, Frankfurt am Main</p>
<p>Rawls, J. (1979): Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt am Main Teichmann, U. (2001): Wirtschaftspolitik, eine Einführung in die demokratische und die instrumentelle Wirtschaftspolitik, 5 Aufl., München</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyTextIndent" style="margin-left: 0pt; text-align: justify">&nbsp;</p>
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		<title>Haushaltsabgabe statt Gerätegebühr: Eine Zukunft ohne GEZ?*</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2007 13:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korbinian von Blanckenburg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Economist Weblog Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland erfolgt derzeit über gesetzliche Rundfunkgebühren (so genannte GEZ-Gebühren), die sich am Besitz eines Empfangsgerätes orientieren. Am 01. Januar 2007 fand eine Ausweitung der Gebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte (z.B. auf internetfähige Computer und Handys mit Online-Funktion) statt. Doch die Frage nach einer optimalen Bereitstellung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist weiterhin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland erfolgt derzeit über gesetzliche Rundfunkgebühren (so genannte GEZ-Gebühren), die sich am Besitz eines Empfangsgerätes orientieren. Am 01. Januar 2007 fand eine Ausweitung der Gebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte (z.B. auf internetfähige Computer und Handys mit Online-Funktion) statt. Doch die Frage nach einer optimalen Bereitstellung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist weiterhin ungeklärt. Politisch wird eine Umstellung der Finanzierung auf eine geräteunabhängige Haushaltsabgabe in Erwägung gezogen, die insbesondere vom Ministerpräsidenten Niedersachsens Wulff gefordert wird. Die Debatte gibt Anlass, die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks generell aus ökonomischer Sicht zu analysieren.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Studien belegen eine Haushaltsabdeckung von mehr als 98 Prozent bei Rundfunk- und Fernsehgeräten in deutschen Privathaushalten. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der zunehmenden Bevölkerungsteile, die über internetfähige Computer und Mobiltelefone verfügen, ist davon auszugehen, dass sich der Nutzerkreis mit nahezu der gesamten Bevölkerung deckt. Derzeit sind nur 33,3 Mio. Geräte von privaten Haushalten gemeldet. Bei circa 39 Mio. Haushalten deutet dieses auf eine typische Trittbrettfahrerproblematik hin, d.h. Nutzer und Zahler stimmen keinesfalls überein.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Hinzu kommt, dass die GEZ derzeit Verwaltungskosten von rund 161,9 Mio. Euro verursacht. Ein Großteil der Kosten entsteht hierbei beim mühsamen Auftreiben von Schwarzsehern bzw. der Ausstrahlung präventiver Werbespots. Öffentlich-rechtliche Rundfunkdarbietungen stellen ein Kollektivgut dar, bei dem keine Rivalität bei der Nutzung besteht und der Ausschluss von Nicht-Zahlern etwa durch Verschlüsselung zu vertretbaren Kosten nicht möglich ist. Dieses liegt insbesondere daran, dass es noch ein analoges Signal gibt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Bei bestehendem (gesetzlich festgelegtem) Grundversorgungsauftrag muss ein solches Gut über Beiträge finanziert werden. Allokativ wäre es mit Blick auf den Nutzerkreises optimal, einen Kopf-Beitrag zu erheben. Hierbei entspräche der Kreis der Nutzer in etwa dem der Zahler (Äquivalenz). Außerdem können Verwaltungskosten eingespart werden, da eine Bereitstellung über die GEZ überflüssig wird. Das Trittbrettfahrerproblem wäre somit gelöst.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Würde man sich für einen Zwangsbeitrag in Form eines Kopfbeitrags entscheiden, so würde dieser nach Berechnung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages in Abhängigkeit der Zahl der Gebührenbefreiungen zwischen 9 Euro und 11 Euro pro Monat betragen. Verfassungsrechtlich scheint aber ein solcher Beitrag mit Blick auf das Grundgesetz problematisch. Ein Single-Haushalt würde gegenüber einer Großfamilie deutlich bevorzugt. Es ist daher sinnvoll, den Beitrag als Haushaltsabgabe zu erheben (ähnlich der Abgabe für die Müllabfuhr). Eine Haushaltsabgabe würde nach Berechnungen des Wissenschaftlichen Dienstes maximal 16 Euro pro Monat betragen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Die Finanzierung aus dem allgemeinen Steueraufkommen wird politisch ebenfalls diskutiert. Allerdings käme es hierbei zu einer erheblichen Zusatzlast (bis zu 50 Prozent), die durch Ausweichhandlungen (Steuerhinterziehung, weniger Arbeiten etc.) zu erwarten ist. Bei einem benötigten Volumen von derzeit 7,1 Mrd. Euro würde die Zusatzlast sogar die Verwaltungskosten der GEZ deutlich übersteigen. Eine Zwangsbeitragslösung bei einer Erweiterung des Nutzerkreises in Form einer Haushaltsabgabe stellt damit die aus ökonomischer Sicht optimale Finanzierungs- bzw. Bereitstellungsform dar.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Zukünftig kommt aber noch eine weitere Lösung in Betracht: In einer Welt der Konsumentensouveränität besteht ein erheblicher Zweifel am Grundversorgungsauftrag. Die fortschreitende Digitalisierung des Rundfunks lässt erwarten, dass die Exklusionskosten sinken werden. In Zukunft wird es damit möglich sein, etwa durch digitale Verschlüsselung, nach Konsumentenwünschen zu differenzieren. Damit handelt es sich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk zumindest langfristig um ein Klubkollektivgut, wie z.B. einem Tennisplatz, bei dem nur jener zahlt, der das Gut auch tatsächlich nutzen will. Dieses wäre wirtschaftlich sinnvoll und volkswirtschaftlich wünschenswert. Die bundesweite Digitalisierung ist jedoch nicht vor dem Jahr 2010 zu erwarten.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">* Eine gleichnamige (und ausführlichere) Veröffentlichung ist von Andreas Hadamitzky und Korbinian von Blanckenburg erschienen im Wirtschaftsdienst, Bd. 86, 11/2006, 729-734.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Hadamitzky/Blanckenburg/Backhaus (2007): “Die Bereitstellung von öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkprogrammen - Eine Analyse auf Basis der Kollektivgütertheorie”, <em>Perspektiven der Wirtschaftspolitik</em><em>,</em> Bd. 8, Heft 3, 08/2007, 256-278,<a href="http://www.marketing-centrum.de/ifhm/conpresso/employee/detail_ifhn.php?id=271"></a> <a href="http://www.blackwell-synergy.com/doi/abs/10.1111/j.1468-2516.2007.00251.x">pdf</a>.</p>
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		<title>Döner in der Nacht - eine ökonomische Analyse</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 13:29:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Korbinian von Blanckenburg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Economist Weblog Kolumne]]></category>

		<category><![CDATA[Gewinne]]></category>

		<category><![CDATA[Produzentenrente]]></category>

		<category><![CDATA[Ricardo]]></category>

		<category><![CDATA[Wettbewerbsvorteil]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt das nicht, nach einer langen Nacht kommt plötzlich ein nächtlicher Heißhunger. Es muss schnell etwas zu essen her, am besten lecker und fettig - wohl um dem Alkohol etwas entgegen zu setzen. Dieses soll der Ausgangspunkt unserer folgenden Analyse sein, bei der wir uns näher mit der aktuellen Nacht-Imbiss-Situation in Münsters Innenstadt beschäftigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt das nicht, nach einer langen Nacht kommt plötzlich ein nächtlicher Heißhunger. Es muss schnell etwas zu essen her, am besten lecker und fettig - wohl um dem Alkohol etwas entgegen zu setzen. Dieses soll der Ausgangspunkt unserer folgenden Analyse sein, bei der wir uns näher mit der aktuellen Nacht-Imbiss-Situation in Münsters Innenstadt beschäftigen wollen.  Münster ist ein beschauliches Städtchen mit rund 260 Tsd. Einwohnern, doppelt so vielen Fahrrädern und vielen Studenten, die unsere zu analysierenden Nachfrager nach nächtlichem Essen darstellen. In der Regel haben unsere Kunden wenig Geld in der Tasche, sind aber dennoch ziemlich preisunelastisch was einen guten Snack angeht, immerhin haben sie Hunger und sind betrunken.</p>
<p>Leider gibt es in Münster nur ein sehr beschränktes Angebot an Nachtimbissen und um zu verstehen, was sich jüngst ereignete, soll ein Beispiel eingeführt werden: Jeder Imbiss wünscht sich vor allem eines, nämlich den maximalen Gewinn. Dieses leuchtet unmittelbar ein und impliziert sowohl Kosten als auch Absatzmenge und Preis. Nehmen wir mal eine Dönerbude A an, die wirklich den besten Döner der Stadt macht. Hier arbeiten die besten Mitarbeiter, die sowohl charmant, als auch kompetent und geduldig sind.  Das spricht sich natürlich rum und gegenüber allen anderen Dönerbuden hat A einen sogenannten Wettbewerbsvorteil. Eine zweite Dönerbude B produziert ebenfalls gute Döner, das Personal verhält sich freundlich und die Kundschaft ist zufrieden. B hat etwas, was sich unter einem guten Preis-Leistungsverhältnis zusammenfassen lässt.  Dönerbude C hingegen ist ziemlich dürftig. Sie hat einen schlechten Ruf und einen Döner, der auch nicht besser ist. C wird nur im Notfall von Kunden aufgesucht. Am Ende des Jahres hat A eine Menge Gewinn übrig, Dönerbude B konnte auch einen kleinen, wenn auch im Vergleich zu A eher geringen Gewinn erwirtschaften. C hingegen hat gerade so plus Minus Null gemacht. Immerhin konnten alle Kosten gedeckt werden.  Würde es auf dem Dönermarkt etwas härter zugehen, würde beispielsweise von der Stadt eine höhere Nachtlizenz verlangt, würden die Gewinne von A und B sinken und C würde Verlust machen und vom Markt verschwinden. Es ist auch vorstellbar, dass der Dönermarkt eine plötzliche Belebung erfährt. Dieses würde dazu führen, dass die Gewinne von A und B steigen und erstmals auch C einen Gewinn verzeichnet. Es würde zusätzlich dazu führen, dass Platz für eine neue Dönerbude D entsteht und zwar eine, die wieder Plus-Minus Null macht. D produziert zu so genannten Grenzkosten. Es entstehen i.d.R. nur geringe oder keine Gewinne.  Wieviel Gewinn tatsächlich gemacht wird, hängt natürlich nicht nur von der Anzahl verkaufter Dönereinheiten ab, sondern im Wesentlichen von den dönerrelevanten Kosten. Natürlich muss hier ein besserer Standort auch über höhere Mieten bezahlt werden - denn je größer die Nachfrage, desto höher die Miete.</p>
<p>Unser Beispiel soll die Struktur auf einem Dönermarkt veranschaulichen. Es gibt sowohl gute als auch schlechte Dönerbuden und die schlechteste sozusagen, ist die erste die bei einer Marktverschärfung pleite geht. Wie hoch die Gewinne ausfallen, hängt vom Umsatz und den Kosten ab und wer gerade noch einen Euro Gewinn macht wird auf dem Markt verbleiben.</p>
<p>Letzens hat in Münster eine neue Dönerbude aufgemacht und zwar direkt am Rande der Partymeile schlechthin. Sie müssen sich vorstellen, dass es in Münster nunmal nicht viele Alternativen gibt, wo man nach 2 Uhr noch etwas Feiern kann. Jedenfalls liegen benannte Tanzlokale und Kneipen entlang einer Straße.  Auf der Ecke zu Bussen und Taxis hat jetzt (ich nenne es mal so) ein &#8220;Dönerland&#8221; aufgemacht. Ich traute meinen Augen nicht, als ich sah, dass dort nun jeglicher Dönerverkehr stattfindet, während sich bei meiner gewohnten und nur 3 Minuten entfernten Bude plötzlich die Dönerwartezeit von 30 auf 7 Minuten verkürzte. Ich wollte wissen, was dran ist und testete den neuen Döner. Zugegeben, ich konnte keinen grundsätzlichen Unterschied feststellen. Der Preis war identisch, die Qualität vergleichbar, nur hatte das Dönerland einen entscheidenen Vorteil, ich sparte mir 150 Meter Fußweg. David Ricardo beschrieb bereits 1817 was auf Münsters Dönerlandschaft passiert: Die neue Dönerbude hat einen Wettbewerbsvorteil, der lediglich aus der Lage besteht. Beim nächtlichen Döner können Sie mir sagen was sie wollen, was eigentlich zählt ist die Lage. Wer hat schon Lust 3 Minuten länger als nötig zu torkeln, wenn nicht unbedingt nötig. Man sollte nach dieser Theorie meinen, dass die aus Konsumenten zu maximierende Größe, weder die Qualtität, noch der Preis eines Döners ist, sondern wie lange es dauert bis man sich den Magen gefüllt hat. Demnach sollte sich aber ein erheblicher Teil der Kundschaft auf den herkömmlichen Dönerladen verteilen, wenn das Dönerland überfüllt ist. Dieses wurde allerdings vom neuen Dönerladen vorbildlich antizipiert, man richtete kurzerhand Riesentheken ein, die es dem Laden ermöglichen enorme Dönermengen in Stoßzeiten zu produzieren.</p>
<p>Ich besuchte meinen alten Laden und schaute in traurige Gesicher. Während der Laden sonst zwischen 2 und 5 Uhr nachts aus allen Nähten platzte, gähnt dort jetzt Leere und Verzweifelung. Ricardo erlaubt uns weitere Erkentnisse: Erstens, der alte Dönerladen ist gezwungen die Preise zu reduzieren, die Qualtität zu verbessern oder sonst irgendetwas zu tun. Er wird Anstrengungen finanzieren müssen und wahrscheinlich einen Preis wählen, der nahe seiner Grenzkosten liegt. Der Gewinn wird sinken. Sollte ein Verlust nicht mehr auszugleichen sein, wird er vom Markt verschwinden. Traurig aber wahr. Eine zweite interessante Erkentniss lässt sich von Ricardo übertragen: Wenn Sie aufgepasst haben, müssten Sie mir antworten können auf die Frage: Wer profitiert vom neuen Dönerladen? Die Antwort kommt für den Laien unerwartet, der Vermieter des Ladens! Ein schlauer Vermieter hat nur einen kurzen Vertrag mit dem neuen Dönerladen abgeschlossen. Er wird seine Miete nun solange erhöhen, bis Dönerland ebenfalls zu Grenzkosten produziert, mit anderen Worten: Der neue Laden wird die steigende Miete solange zahlen, wie es sich für ihn lohnt, d.h. solange er noch mindestens einen Euro Gewinn erwirtschaftet.</p>
<p>Aus volkswirtschaftlicher Perspektive ist die erfahrende Entwicklung durchaus wünschenswert. Wahrscheinlich wird sich im benannten Quadranten sowohl die Dönerqualtität erhöhen, als auch eine Preis und Wartezeitverringerung auftreten. Zumindest solange es noch den guten alten Dönerladen gibt und dieser sich ökonomisch verhält. Wir halten fest: Für einen nächtlichen Dönerladen ist nur die Lage entscheidend und hiervon profitiert der glückliche Vermieter.</p>
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